Das LG X Mach im Test

LG hat in der Smartphone Mittelklasse im letzten Jahr die X Klasse eingeführt. Das X im Namen steht für eine besondere Stärke das jedes Modell der X-Serie mitbringen soll. Das X ist wohl auch tatsächlich an die X-Men Filme angelehnt, ähnlich wie in der Filmreihe soll auch jedes Modell eine art "Superkraft" als Alleinstellungsmerkmal mitbringen. Neben dem X mach gibt es noch 3 weitere X Modelle dessen Name auch jeweils auf die besondere Stärke des Modells hinweisen soll. Das LG X power bietet einen riesigen Akku mit 4.100 mAh und fast charging Funktion. Das LG Screen bietet eine "Second Screen" Funktion und das LG cam kommt mit einer Dual-Hauptkamera für 120 Grad Weitwinkel Aufnahmen.

Aber nun zum X mach, dem Modell was ich 10 Tage im Dauertest hatte. In dieser Zeit habe ich ausschließlich das X mach benutzt. Mein iPhone blieb in diesen 10 Tagen ausgeschaltet und somit auch unbenutzt.

Das LG X mach hat seine besondere Stärke in der Geschwindigkeit. Wlan-ac und LTE der Kategorie 9 mit einer theoretisch möglichen Übertragungsrate von 450 Megabit pro Sekunde im Downstream und 50 Mbit/s im Upstream sind hier das besondere Highlight. LG bietet das X mach in den Farben Weiß und Titan an, mein vorliegendes Gerät ist weiß. Das 8,9 mm dicke und 151 Gramm leichte Gerät kommt mit einem Kunststoff Gehäuse daher. Um das Gehäuse zieht sich ein silberner Rahmen der schick aussieht aber auch aus Kunststoff ist.

Die Verarbeitung ist aber tadellos, nichts knarzt oder knackt. Natürlich kann die gute Verarbeitungsqualität das Gefühl ein Gerät aus hauptsächlich Kunststoff in der Hand zu haben nicht verbergen. Allerdings hat das auch den Vorteil das ich als iPhone 7 plus Benutzer das X mach als angenehm leicht empfinde. Sowohl in der Hand als auch in der Hosentasche ist der Unterschied deutlich spürbar. Unter der abnehmbaren Rückseite befindet sich der Sim Karten Slot,ein Slot für Speicherkarten sowie der austauschbare Akku. Das 5,5 Zoll QHD Display hat eine Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln. Obwohl es die gleiche Displaygrösse wie mein iPhone 7 plus hat ist es kürzer. Was man nicht nur auf dem Datenblatt ablesen kann sondern auch tatsächlich sieht und in der Hand merkt. Die Farben des hochauflösenden Display waren für meine Augen sehr angenehm, der Bildschirm ist sehr kontrastreich und die Darstellung ist wirklich sehr scharf. Was bei der vorliegenden Auflösung auch normal sein sollte. Unter der Haube werkelt ein Snapdragon 808 mit 6 Kernen. Das ist nicht mehr der neuste Prozessor und wurde schon beim LG G4 eingesetzt. Im Alltag konnte ich allerdings keinen Nachteil deswegen feststellen, alles lief sehr flüssig und nichts ruckelte. Mit 3 GB Arbeitsspeicher kann sich das X mach auch in diesem Bereich durchaus sehen lassen und trägt dazu bei das bei mir wirklich alles rund lief. Der 3000 mAh Akku brachte mich problemlos durch den Tag, und bringt etwas mit was man bei den heutigen Generationen immer seltener sieht, er lässt sich austauschen. Die Hauptkamera hat einen Sensor der Fotos bis 12,3 MP zulässt. Mit dieser lassen sich auch 4K Videos aufzeichen. Mit der Frontkamera lassen sich auch noch beachtliche 8 MP Fotos schießen, Videos kann man mit der Frontkamera in Full-HD aufnehmen. Die Bilder der Hauptkamera können durchaus überzeugen, die Belichtung ist hervorragend und die Fotos sind sehr kontrastreich. Den Hdr Modus  kann man so einstellen das er automatisch aktiv ist oder man schaltet ihn dazu. Insgesamt macht die Kamera einen guten Eindruck, kommt aber nicht ganz an die Oberklasse heran. Die nachfolgenden Fotos wurden bei

bei schwierigen Lichtverhältnissen gemacht.

Das LG X mach kommt mit Android 6.0.1 Marshmallow, ob es in Zukunft ein Update auf Android 7.0 Nougat geben wird ist mir nicht bekannt. Die Oberfläche wurde von LG angepasst und verändert, sowohl was das Aussehen als auch die Nutzung anbelangt. Der Appdrawer ist standardmäßig deaktiviert kann aber in den Einstellungen aktiviert werden. Ich habe nach wenigen Tagen auf den Nova Launcher gewechselt und war davon sehr angetan. 

Gut gefallen hat mir das LG nur wenige Apps vorinstalliert hat, darunter sind Facebook, Evernote und Instagram. Der Fingerabdrucksensor befindet sich auf der Geräterückseite und reagierte flott und zuverlässig. Das er sich auf der Rückseite befindet ist für mich in der täglichen Nutzung ungewohnt gewesen, und das änderte sich leider auch in den gesamten 10 Tagen nicht. Das ich zum entsperren immer um das Gerät greifen musste ist etwas was mir erst mal nicht gefallen hat. Gut finde ich das man das Display mit einem doppelten darauf tippen aufwecken kann und man seine Benachrichtigungen somit sehen kann. Wenn man es nach dem "double tap" auch entsperren möchte musste man den Sicherheitscode eingeben oder den Sensor benutzen. Aber ich kann mir auch vorstellen das man sich nach längerer Zeit an den Sensor auf der Rückseite gewöhnt. Vermutlich ist es für mich nur ein Problem weil ich es nach jahrelanger Nutzung des iPhone Homebuttons auf der Vorderseite so nicht kenne und anders gewohnt bin. Zum umgewöhnen sind 10 Tage für mich dann doch zu kurz gewesen. Der Vorteil mit einem Sensor auf der Rückseite ist natürlich auch klar, es bleibt deutlich mehr Platz für das Display.

Mein Fazit zum LG X Mach fällt aber absolut positiv aus, sogar so positiv das ich es gerne länger benutzt hätte. Außerdem hat mir mein 1. Test mit einem Android Gerät seit langer Zeit lust auf mehr gemacht. Ich hoffe das nach den positiven Eindrücken mit einem Mittelklasse Smartphone demnächst auch meine ersten Erfahrungen mit einem  Android Smartphone aus der Oberklasse dazu kommen.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0