BeatsX - im 2. Anlauf überzeugend

Ich bin immer noch begeistert von meinen Airpods, die einfache Einrichtung vor der ersten Benutzung,

und das meine Airpods danach auch auf meine anderen Apple Geräte zur Verfügung stehen ist an Einfachheit und Benutzerfreundlichkeit nicht zu überbieten. Da ich jetzt auch neue Kopfhörer für den Sport ( Laufen, Gym ) brauchte wollte ich auch hier auf diese Benutzerfreundlichkeit nicht verzichten. 

Klar wird der ein oder andere auch dafür die Airpods nehmen, aber die Gefahr das ich sie dabei verlieren könnte war mir zu groß.  Auch wenn sie im normalen Alltag doch recht sicher sitzen. Also hatte ich die Powerbeats 3 Wireless sowie die brandneuen BeatsX in der engeren Auswahl, beide sind genau wie die Airpods mit dem W1 Chip ausgestattet. 

 

Beide Modelle haben im Gegensatz zu den Airpods ein Kabel zwischen den Ohren das gleichzeitig als Nackenhalterung dient. Meine Wahl fiel dann auf die BeatsX weil sie für mich genau der Mittelweg zwischen Sport und Alltagskopfhörer darstellen. Die BeatsX kommen in einer zweckmäßigen und durchaus ansehnlichen Verpackung. 

Ich habe mich für die weiße Variante der Kopfhörer entschieden. Weitere erhältliche Farben sind schwarz, grau und blau. Im Packungsinhalt befinden sich Ohreinsätze in 4 verschiedenen Größen, abnehmbare Flügel ( Wingtips ) für einen extra sicheren Sitz, ein Lightning auf USB-A Ladekabel sowie ein Etui im Hosentaschenformat.

Die Wingtips sind für mich der Grund warum sie für mich auch als Sportkopfhörer taugen, ohne würden sie mir beim Sport aus den Ohren fallen. Die Einrichtung ist wie bei den Airpods denkbar einfach. Während man bei den Airpods bei einem entsperrten iPhone das Ladecase zum verbinden öffnen muss, schaltet man hier durch druck auf den Powerknopf die BeatsX ein und man bekommt bei seinem entsperrten iPhone den bekannten Verbindungsdialog angeboten. Anschliessend können die BeatsX dann mit allen Apple Geräten genutzt werden.

Nun komme ich zu den BeatsX selber, denn diese haben mir am Anfang doch mehr Probleme bereitet als erwartet. Denn die richtige Auswahl der passenden Ohreinsätze und Wingtips ist nicht nur was den sicheren Halt betrifft extrem wichtig. Denn als ich die Ohreinsätze und Wingtips so gewählt hatte das sie absolut sicher im Ohr sitzen stellte ich fest das irgendwas mit dem Klang nicht stimmte. Egal ob Podcast oder Musik alles klang etwas blechern und hatte Beats untypisch überhaupt keinen Bass.  Da ich es mir nicht erklären konnte bin ich von einem defekt bei den Kopfhörern ausgegangen und wollte sie schon zurückbringen.

Im 1. Anlauf sind sie bei mir also komplett durchgefallen. Dann habe ich etwas im Internet recherchiert und festgestellt das ich nicht der einzige mit diesem Problem war. Die Lösung war das ich  die falsche Auswahl der Ohreinsätze getroffen hatte. Denn die sind nicht nur was einen sicheren halt betrifft von enormer Wichtigkeit. Ich bin davon ausgegangen wenn die Ohreinsätze sicher sitzen ist meine Auswahl die richtige gewesen. 

Dem war aber nicht so, nachdem ich eine Nummer größer bei den Ohreinsätzen gewählt hatte stellte sich ein komplett anderes Klangerlebnis ein, ein klarer Sound und die für Beats typischen Bässe waren nun auch da.

Die Ohreinsätze müssen den Gehörgang komplett schliessen um das Maximum aus den BeatsX herausholen zu können. Das kostet am Anfang Zeit (in meinem Fall fast 30 Minuten) ist aber absolut notwendig.

Die Verarbeitung des Flachbandkabel ist sehr gut, sie sollen so gut wie unzerstörbar sein, eine Knotenbildung ist praktisch unmöglich. Für meinen Geschmack hätte das Flachbandkabel (Flexkabel) aber durchaus etwas kürzer sein können. Auf dem Flachbandkabel befindet sich neben dem Ein und Ausschalter ein Multifunktionsknopf.

Über diesen kann man Siri aufrufen, einen Anruf entgegennehmen, die Lautstärke regeln sowie eine Wiedergabe starten oder pausieren. Wenn man die BeatsX nicht benutzen möchte kann man sie sich wie eine Kette um den Hals legen da die Ohrhörer magnetisch aneinander halten. Das ist nicht neu aber trotzdem praktisch. Das beigelegte Case ist für mich ungeeignet da ich es für etwas zu klein geraten halte und man da ganz schön am stopfen ist.

Das Highlight bleibt für mich aber der W1 Chip, denn neben dem Pairing was einfacher wohl kaum möglich scheint ist eine Fast Fuel Ladetechnologie integriert. Diese macht es möglich die Kopfhörer  von 0 auf 100 % in 45 Minuten aufzuladen.

Ein Aufladen von nur 5 Minuten verschafft einem 2 Stunden Wiedergabezeit, das habe ich gleich getestet und kann es auch annähernd bestätigen. Ein voll aufgeladener Akku soll einem bis zu 8 Stunden Laufzeit bringen.

Die habe ich am 1. Tag mit fast 7 Stunden aber unterschritten. Nach anfänglichen Schwierigkeiten für die ich aber selber verantwortlich bin habe ich einen absolut positiven ersten Eindruck gewonnen.

Für mich der perfekte Mittelweg zwischen Sport und Alltagskopfhörer. Der W1 Chip ist für mich das Kriterium der den Unterschied ausmacht. Nach den Airpods und den BeatsX werden auch meine On-Ear Kopfhörer demnächst gegen Kopfhörer mit W1 Chip ausgetauscht.

Update : Auf die Reichweite der BeatsX mit W1 Chip bin ich noch nicht eingegangen. Aber heute habe ich damit in meinem Fitnessstudio einen Test durchgeführt. Ich habe mein iPhone 7 plus mit den BeatsX verbunden und anschliessend im Schrank der Umkleidekabine verstaut. Ohne jetzt auf die genaue größe des Studios eingehen zu können habe ich mit den BeatsX im gesamten Studio keinerlei Empfangsprobleme gehabt, alles lief ohne eine einzige Störung. Ich kann das ganz gut vergleichen weil ich das mit meinen Plantronics BackBeat Fit auch probiert habe und an vielen Stellen des Studios keine Verbindung mehr zum iPhone hatte. Hat mich sehr beeindruckt.

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